DROP Stadt Landshut
Der Bruder Straubinger in Straubing,
die Knödelwerferin in Deggendorf.
Jetzt bekommt auch Landshut eine eigene Ampel –
nur eben nicht auf der Straße.
Im Landshut-Museum werden Besucher ab sofort vom Pumuckl begrüßt –
das selbe Motiv wie das der Pumuckl-Ampel in München.
Im Straßenverkehr hier in der Stadt wird der kleine Kobold nicht zum Einsatz kommen.
Der Stadtrat lehnt ein individuelles Ampelmännchen im Oktober ab –
wegen des rechtlichen Risikos.
Aus Landshut, XY
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Ausstellungsstück statt Verkehrsprojekt
Nachdem der Stadtrat lokale Ampelfiguren für den Straßenverkehr abgelehnt hat, ist eine Pumuckl-Ampel nun als Exponat im Landshut-Museum zu sehen.
Von Ingmar Schweder Landshut hat nun doch ein individuelles Ampelmännchen – allerdings nicht im Straßenverkehr. Statt an einer Signalanlage in der Stadt ist die Figur als Ausstellungsstück im Landshut-Museum zu sehen. Dabei handelt es sich – passend zur aktuellen Ausstellung – um niemand Geringeren als den Pumuckl. Die Ampel steht direkt im Eingangsbereich des Museums und empfängt dort die Besucher. Sie kann bei Bedarf auf Rot oder Grün geschaltet werden und ist bereits ein beliebtes Selfie-Motiv, berichtet Verena Linseis-Meier von den Museen der Stadt Landshut. Im Straßenverkehr kam die Anlage allerdings nie zum Einsatz. Gekauft wurde sie in einem Partybedarfsladen, ist jedoch mit den originalen Motiven des Münchner Streuscheibenherstellers ausgestattet, der auch die Pumuckl-Ampeln in München produziert hat. Verkehrssenat hatte Ampelmotive abgelehnt Die Ampel ist ein weiteres Exponat der erfolgreichen Pumuckl-Ausstellung, die im Landshut- und im Kasimir-Museum gezeigt wird. Im öffentlichen Straßenverkehr wird ein solches Motiv in der Stadt jedoch vorerst nicht zu sehen sein. „Das wäre in Landshut ganz schön, leider sind wir da noch nicht so weit“, sagt Linseis-Meier.
Wie berichtet, hatte der Verkehrssenat im vergangenen Jahr über die Einführung von Ampelfiguren mit lokalem Bezug beraten. Zur Auswahl standen unter anderem Eishockey-Motive sowie Figuren mit Bezug zur Landshuter Hochzeit. In anderen Städten sorgen vergleichbare Ampelmännchen bereits für Aufmerksamkeit – neben dem Pumuckl in München etwa der Kasperl in Augsburg, der Bruder Straubinger in Straubing oder die Knödelwerferin in Deggendorf. Für Landshut wurde ein entsprechendes Vorhaben jedoch im Oktober vergangenen Jahres vom Stadtrat abgelehnt. Grund dafür waren rechtliche Bedenken der Stadtverwaltung gegen eine Umsetzung im öffentlichen Verkehrsraum. Mit der Präsentation im Museum erhält das Thema nun dennoch einen sichtbaren Platz in der Stadt – wenn auch außerhalb des Straßenverkehrs.