Raus aus den Containern und rein in den Neubau.
Schüler des Turmair-Gymnasiums können es kaum mehr erwarten.
Am 13. Februar wird der lang ersehnte Holz-Anbau eingeweiht.
Eigentlich ist ein Umzug schon für Dezember geplant gewesen,
jetzt soll es nach den Faschingsferien so weit sein.
Der Erweiterungsbau hat insgesamt 4,5 Millionen Euro gekostet
und ersetzt bald eine der beiden Containeranlagen am Schulgelände.
Auch für die zweite Containeranlage ist schon ein Ersatzbau in Planung.
Bis der fertig wird, läuft aber viel Wasser die Donau hinab.
Die Schulfamilie des Straubinger Johannes-Turmair-Gymnasiums ist schon voller Vorfreude: Am 13. Februar soll der lange ersehnte neue Anbau eingeweiht werden. Und es gibt sogar die Aussicht auf eine komplett container-lose Schule.
Noch sind aber jede Menge Handwerker vor Ort. Der Innenausbau läuft bei der Baustellenbesichtigung Mitte Dezember auf Hochtouren. Nahezu in allen Räumen des zweistöckigen Gebäudes wird gewerkelt, einige sind aber auch schon weitgehend fertig, insbesondere im zweiten Stock.
Die Treppe ist mit Steinplatten belegt, die Sanitärräume sind gefliest, Waschbecken und Toiletten sind gesetzt, die Decken sind mit schallschluckenden Elementen bestückt, im Flur sind gemütliche Sitznischen angelegt, in den Klassenräumen sind kleine Schränke eingebaut, in denen die Schüler ihre Utensilien einschließen können. Sogar die eine oder andere Tafel wurde schon aufgestellt.
„Wir sind schon voller Vorfreude auf das Holzhaus“, sagt Schulleiterin Andrea Kammerer bei einem Rundgang über die Baustelle. „Das Holzhaus“ – das ist der 4,5 Millionen Euro teure Erweiterungsbau des Gymnasiums, ein Gebäude in Holzständerbauweise, 43 Meter lang, 17 Meter breit und zwei Stockwerke hoch, mit Platz für zwölf Klassenzimmer und Sanitärräume, mit Lift, PV-Anlage und Dach- und Fassadenbegrünung.
Das Gebäude wurde zwar nicht Ende Dezember fertig, wie der ambitionierte Zeitplan vorgab. Doch immerhin wird das bis zum Halbjahres-Zeugnis der Fall sein. Am Freitag, 13. Februar, findet die Einweihung statt, im Anschluss, zwischen 13.30 und 15 Uhr, kann sich auch die Öffentlichkeit ein Bild vom Neubau machen. Eine Woche später – nach den Faschingsferien – ziehen dann die Schüler ein: die Unterstufe mit den Klassen fünf bis sieben.
Für ein halbes Jahr dürfen auch die Elftklässler noch in den Genuss des Neubaus kommen. Eine Art Ausgleich dafür, dass sie so lange auf ihn warten mussten, sagt Kammerer schmunzelnd, aber mit viel Verständnis – das hätten sich die älteren Schüler wirklich verdient. Immerhin wurde der Antrag auf einen Erweiterungsbau bereits im Jahr 2018 gestellt. Danach kam eine lange Geduldsprobe mit Plänen, verworfenen Plänen, Verschiebungen, Zu- und Absagen und einer zweiten Container-Anlage als Übergangslösung, die 2020 aufgestellt wurde.
Das Holzhaus ersetzt nun die älteste der beiden Container-Anlagen, die bereits aus dem Jahr 2008 stammt und in entsprechend schlechtem Zustand ist. Sie wird leer geräumt, damit kann sie noch vor der Einweihung des neuen Anbaus abgebaut werden.
Im Turmair wird man dann noch einmal für ein paar Wochen enger zusammenrücken müssen, doch das ist man inzwischen gewöhnt und wird angesichts der Aussicht auf ein baldiges Ende keineswegs beklagt. „Wir werden den Stundenplan etwas umstellen, so dass die Schüler vorübergehend in die Fachräume ausweichen können“, sagt Kammerer. Nach dem Umzug ins Holzhaus könne man sich dann aber endlich ausbreiten.
Was aber die Schule nicht minder freut, ist der Blick in die weitere Zukunft. Denn auch die zweite Container-Anlage, die 2020 aufgestellt wurde und schulintern als „Gartenhaus“ bezeichnet wird, soll durch einen festen Neubau ersetzt werden. Geplant ist ebenfalls ein Holzgebäude, das mit voraussichtlich sieben Klassenzimmern etwas kleiner ausfällt als das jetzige Holzhaus und parallel zu diesem stehen wird.
Im städtischen Haushalt für die Jahre 2026 und 2027 sind dafür laut Stadtverwaltung 4,6 Millionen Euro für das Gebäude sowie 250.000 Euro für die Außenanlagen eingeplant. Die Planungen befinden sich noch im Anfangsstadium, dennoch ist damit eine komplett container-lose Zeit in Sichtweite: „Damit“, sagt Direktorin Kammerer, „sind wir hochzufrieden.“