Gleich zwei Verkehrsminister sind heute bei uns in Niederbayern:
Bundesverkehrsminister Volker Wissing und sein bayerischer Kollege Christian Bernreiter.
Die beiden Verkehrsminister geben den ersten Abschnitt der ausgebauten Donau frei.
Es handelt sich um den Bereich zwischen der Schleuse Straubing und Bogen.
Rund zwei Jahre haben die Bauarbeiten gedauert.
Mit dem Ausbau im Straubinger Hafen steht den Schiffen jetzt mehr Abladetiefe zur Verfügung.
Das heißt:
Auch bei Niedrigwasser können die Frachter mehr Ladung transportieren.
Über den Ausbau des rund 70 Kilometer langen Flussabschnitts zwischen Straubing und Vilshofen war Jahrzehnte lang gestritten worden.
Naturschützer betonten die ökologische Bedeutung des noch weitgehend freifließenden Stroms, der in diesem Bereich oftmals als «bayerischer Amazonas» bezeichnet wird.
Die Umweltverbände wollten eine Kanalisierung und den Bau neuer Staustufen unbedingt verhindern.
Letztlich legte sich die Politik auf einen «sanften» Ausbau ohne neue Stauanlagen fest.
Das Gesamtprojekt wird mehr als 1,4 Milliarden Euro kosten.
Davon soll nicht nur die Donau ausgebaut werden, auch die Verbesserung des Hochwasserschutzes für die Gemeinden entlang der Strecke ist wesentlicher Teil des Projektes.
An der niederbayerischen Donau kommt es immer wieder zu Niedrigwasser, das die Binnenschiffer beeinträchtigt.
Oftmals müssen dann die Frachter nur teilweise beladen fahren, damit sie weniger Tiefgang haben. Ziel des Ausbaus ist deswegen, die Fahrrinne zu vertiefen.